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Bei der Tätigkeit als Fußpfleger/in wird zwischen der kosmetischen und der
medizinischen Fußpflege unterschieden:
- Kosmetische Fußpflege ist die Ausübung der pflegerischen und dekorativen
Maßnahmen am gesunden Fuß.
- Medizinische Fußpflege (Podologie) ist die präventive, therapeutische
und rehabilitative Behandlung am gesunden, von Schädigungen bedrohten und
bereits geschädigten Fuß.
Die kosmetische Fußpflege kann frei ausgeübt werden. In diesem Fall ist
eine Gewerbeanzeige erforderlich.
Die medizinische Fußpflege ist per Gesetz als
eine heilberufliche Tätigkeit eingeordnet worden und damit erlaubnispflichtig.
Seit dem Inkrafttreten des Podologengesetzes zum 2. Januar 2002
darf die
Bezeichnung "Podologe/Podologin" ohne Erlaubnis nicht mehr verwendet
werden.
Die Bezeichnungen "medizinische Fußpflegerin/medizinischer Fußpfleger"
dürfen seit dem
1. Januar 2003 ebenfalls nicht mehr ohne Erlaubnis geführt
werden. Damit die bislang in diesem Bereich absolvierten Ausbildungen anerkannt
werden können, muss diese Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule
erworben worden sein.
Dies setzt die im Abschlusszeugnis erteilte Berechtigung
zur Führung einer Berufsbezeichnung wie "Staatlich geprüfte Podologin"/"Staatlich
geprüfter Podologe" (in Baden-Württemberg),
"staatlich geprüfter
medizinischer Fußpfleger/staatlich geprüfte medizinische Fußpflegerin"
(in Bayern),
"Medizinischer Fußpfleger" (in Niedersachsen) oder
"Staatlich anerkannte Podologin" bzw. Staatlich anerkannter Podologe"
(in Sachsen-Anhalt) voraus.
Die Tätigkeiten eines Podologen sind vielfältig.
Sie umfassen präventive und therapeutische Maßnahmen in den Bereichen Orthopädie,
Dermatologie oder Pathologie.
Podologen arbeiten als selbstständige Dienstleister in eigenen Praxen, als
freie Mitarbeiter in Gemeinschaftspraxen oder als Angestellte in Krankenhäusern
oder speziellen Fußambulanzen mit anderen Berufsgruppen, wie zum Beispiel Ärzten,
Orthopädie-Schuhmachern oder Kranken-
gymnasten zusammen.
Ein Beispiel ist der diabetische Fuß, bei dem
der Podologe in Diagnostik und Therapie eine wichtige Rolle spielen kann.
- klassische medizinische Fußpflege
(Fußreinigung, Desinfektion, Nagelkürzung, Hautpflege)
- kompetente Beratung rund um den Fuß
(Leistungen, Techniken, Produkte)
- podologische Behandlungen
(Fußanalyse, Befunderhebung, Vorbeugemaßnahmen)
- Behandlung von diabetischen Füßen in
Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt
oder Diabetologen
(als Folgeerkrankung von Diabetes mellitus)
- Nagelkorrekturspangen und
Nagelprothetik
(Sanierung, Schleifen, Nagelbehandlung, Aufbau oder Ersatz der
Nagelplatte)
- Orthosenherstellung und Anpassung
(individuelle Hilfsmittel zur Korrektur oder als Druck- und
Reibungsschutz)
- Verkauf von ausgesuchten
Pflegeprodukten und Hilfsmitteln
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